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14.10.2005, 10:30 Uhr
Region soll Ehrenamtliche vorrangig einstellen - Engagement bei Mitarbeiterauswahl stärker gewichten
Es reicht nicht aus, ehrenamtlich Engagierte nur in Sonntagsreden öffentlich zu loben, meint die CDU-Regionsfraktion. Da der Einsatz dieser Menschen für die Gesellschaft unverzichtbar ist, soll die Region Hannover nun mit gutem Beispiel vorangehen. In einem Antrag fordern die Christdemokraten, dass die Regionsverwaltung bei künftigen Stellenausschreibungen und -besetzungen das ehrenamtliche Engagement bei Bewerbungen stärker berücksichtigen soll.
"Bei gleicher Qualifikation soll die ehrenamtliche Tätigkeit für eine Einstellung der Bewerberin oder des Bewerbers den Ausschlag geben", erläutert der Initiator des Antrages, der Isernhagener Regionsabgeordnete Klaus-Dieter Mukrasch. Wer sich in seiner Freizeit freiwillig und uneigennützig in Hilfsorganisationen, Vereinen, Verbänden, Kirchen und ähnlichen Organisationen verantwortlich und in besonderer Stellung engagiere, von dem könne auch im Berufsleben hohe Einsatzfreude sowie vorbildliches soziales Verhalten erwartet werden, begründet er den Antrag.

Mukrasch verweist auf die freie Wirtschaft, in der es bereits gängige Praxis sei, dass ehrenamtlich Tätige gern eingestellt und gefördert werden. Denn diese wiesen häufig Führungsqualitäten und eine besonders teamorientierte Arbeitseinstellung auf.

Insbesondere für junge Menschen sei die Förderung des Ehrenamtes bei Stellenbesetzungen ein Signal, dass freiwilliges Engagement auch honoriert wird. So könnte die Region auch bei ihren künftigen Nachwuchskräften ein positives Zeichen setzen, sagt Mukrasch.

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