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27.10.2005, 10:30 Uhr
Unzureichende Begründung blockiert 50 Jobs - Arge liefert falsche Argumente für neue üstra-Schaffner
Ein fachlich nicht ausreichend begründeter Antrag der Hartz-IV-Behörde "Arge" ist vermutlich der Grund, warum bis zu 50 Ein-Euro-Jobber derzeit nicht als Schaffner bei der üstra arbeiten können. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Regionsfraktion, Eberhard Wicke, wirft der Arge vor, dass sie bei dem eingereichten Projekt nicht die Kriterien beachtet habe, die die Arbeitsagentur in Nürnberg für die Schaffung von Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose fordere. Deshalb habe die Bundesagentur das Projekt nicht akzeptiert.
Bereits im Sozialgesetzbuch, so Wicke, stehe, dass die Arbeit im öffentlichen Interesse sein muss. Dies hätte die Arge problemlos darlegen können. Denn die Schaffner oder Kundenbetreuer hätten vor allem nachts für zusätzliche Sicherheit und für mehr Service in Bussen und Bahnen Sorge getragen. Dafür gebe es bisher kein Personal, betont Wicke. Somit wäre es auch zu keiner Konkurrenzsituation mit regulären Beschäftigten gekommen.

Die CDU spreche sich schon seit langem für zusätzliches aber bezahlbares Begleitpersonal aus, dass das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste erhöhe. Deshalb habe sie den Vorschlag der üstra und von Regionspräsident und üstra-Aufsichtsratschef Michael Arndt, Ein-Euro-Beschäftigte bis zu drei Jahre als Schaffner zu beschäftigen, positiv gegenübergestanden.

Jetzt sei es Sache der Arge, in Abstimmung mit der Regionsspitze und der üstra in einem neuen Anlauf der Bundesagentur in Nürnberg plausibel dazulegen, dass das Vorhaben realisierbar sei, sagt Wicke.

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